Florian Leupold Bürgermeisterkandidat

Bild: Katrin Lyda

22. November 2019

Der SPD-Ortsverein Marktleuthen nominiert einstimmig Florian Leupold als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. Der Amtsinhaber beruft sich auf zahlreiche Erfolge.

Bei der Nominierungsversammlung für den Bürgermeisterkandidaten der SPD-Ortsgruppe Marktleuthen am Donnerstag in der Pizzeria "Da Toni" gab es einen einzigen Kandidaten: Florian Leupold. Und erwartungsgemäß signalisierten alle der 20 anwesenden wahlberechtigten Genossen mit ihrem Kreuzchen ihre Zustimmung für den aktuellen Amtsinhaber.

Leupold bilanzierte nicht ohne Stolz die Entwicklung der Egerstadt unter seiner Führung in den vergangenen fünfeinhalb Jahren. Besonders freute ihn, dass sich seit seinem Antrittsjahr 2014 der Schuldenstand der Stadt deutlich verringert hat: Von insgesamt rund 4,2 Millionen Euro oder 1400 Euro pro Einwohner auf 1,2 Millionen Euro und einer Pro-Kopf-Summe von nur mehr 406 Euro. Bereits 2015 konnte die Stadt mit einem genehmigten Haushalt wirtschaften.

Trotz Schuldenabbaus seien auch die Investitionen nicht zu kurz gekommen; Leupold nannte dabei zuvorderst die Generalsanierung der städtischen Sporthalle: "Hier wurde ein wahres Schmuckstück geschaffen", 1,5 Millionen Euro hat die Maßnahme gekostet, die aus mehreren Töpfen hoch bezuschusst wurde. Jetzt verfügt die Halle über modernste Technik und ist energetisch auf dem neuesten Stand.

Von den 5,4 Millionen Euro, die Marktleuthen seit 2012 als Stabilisierungshilfen erhalten hat, seien 1,3 Millionen für Investitionen verwendet worden, teilte Leupold mit. Diese Finanzspritzen des Freistaats sei durch die Gespräche der hiesigen Bürgermeister mit den Verantwortlichen im Münchner Finanzministerium, vor allem mit Staatssekretär Albert Füracker und dem damaligen Minister Markus Söder, ermöglicht worden.

Leupold nannte zahlreiche Bau- und Infrastrukturmaßnahmen, die unter seiner Ägide zustande kamen oder in Angriff genommen wurden, etwa Straßensanierungen, Breitbandausbau, Anschaffung von Fahrzeugen für den Bauhof und die Feuerwehr oder auch den Abbruch von Industrieruinen. Für das ehemalige Winterling-Areal sei man mit einem potentiellen Investor im Gespräch, sagte Leupold.

Auch im kommunalen Wohnungsbau sei die Stadt aktiv: Ein Haus werde saniert und darin entstünden vier Wohnungen, eine davon barrierefrei. Leupold freute sich auch über die Förderzusage des Amts für ländliche Entwicklung für das Dorfgemeinschaftshaus in Großwendern. Dieses soll mit rund 350 000 Euro saniert werden. In dem Ortsteil wurde auch der Kiosk am Freibad durch einen neuen ersetzt. Manche bereits vergebene Aufträge konnten aufgrund der hohen Auslastung der beauftragten Firmen noch nicht ausgeführt werden, erklärte Leupold.

Wichtig ist dem amtierenden Stadtoberhaupt auch die Bürgernähe: Er möchte dicht an den Belangen und Problemen der Bürger sein, wünscht sich Informationen aus erster Hand und betonte, dass seine Bürotür immer offenstehe oder er auch gerne seine Bürgerinnen und Bürger zuhause aufsuche, wenn gewünscht. Allerdings räumte Leupold ein: "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann". Sein Ziel sei, auch künftig Bestehendes zu erhalten, für Neues zu sorgen - etwa durch Investoren - und weiterhin für die Zukunft Marktleuthens zu arbeiten.

Landratskandidat und zweiter Bürgermeister Holger Grießhammer aus Weißenstadt lobte den Parteikollegen: "Er hat seine Sache gut gemacht". Er versprach in dem Zusammenhang, sich für eine höhere Förderquote für Kommunen einzusetzen. Der Vorsitzende des SPD-Bezirks Oberfranken Jörg Nürnberger bezeichnete Leupold als "einen, der anpackt", und appellierte an die anwesenden Genossen, für ihn die Werbetrommel zu rühren.

Abschließend überreichte Versammlungsleiter Rolf Rogler Leupolds Ehefrau Susanne einen Blumenstrauß zum Dank für die Unterstützung ihres Mannes. Die SPD-Kandidaten für den Marktleuthener Stadtrat werden bei einem gesonderten Termin nominiert.

Autor Katrin Lyda Frankenpost 22.11.2019

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